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recensies etc.



Pers/Press

Francis Poulenc: Figure humaine en Quatre petites prières de saint Francois d'Assise (RIAS Kammerchor)


"What a beautiful disc! If you're a Poulenc choral music fan, read no further-just be assured that you'll love these idiomatic, sensitively balanced, vibrant performances by Berlin's RIAS-Kammerchor, performances that capture the special harmonic/textural character of these a cappella works and express it in impressively nuanced French. There are no finer advocates for this music and its style than Daniel Reuss and his world-class choir. Intonation, so absolutely critical in these works, is dead on "
David Vernier, Classicstoday.com, june 2005
"Im Mittelpunckt steht die Kantate "Figure Humaine". Und wer deren Einspielung mit derjenigen vond 1989 vergleicht, erlebt einen noch gerundeteren, intensiveren Klang. Er schwingt, blüht auf, hat Kern - und er erfüllt den Sinn einer politischen Botschaft, wie das ''Liberté" im letzen Satz der "Figure Humaine", die in 1943 im besetzten Frankreich heimlich gedruckt wurde. Mein Favorit der CD ist jedoch der Zyklus ''Sept Chansons". Man hört da eine Chorkultur, wie man sie mit dem Geigerzähler suchen kann."
Wolfram Goertz, Rheinische Post, 07.01.06

"Seit 2003 ist Daniel Reuss als Nachfolger Marcus Creeds Chef des RIAS-Kammerchors. Eine seiner ersten diskographischen Taten mit seinem neuen Ensemble gilt wichtigen a-capella-Werken Francis Poulencs, und an der überragend hohen Qualität dieser Einspielung kann man leicht ablesen, daß die noch junge künstlerische Partnerschaft sowohl Dirigent als auch Ensemble gut tun. In den köstlichen Miniaturen Poulencs aus den Jahren 1936 bis 1948 präsentiert sich der Elitechor in allen Registern ausgewogen und dabei so geschmeidig auf feinste Tempomodifikationen reagierend, daß man oft den Eindruck hat, es würde eine einzige, übernatürliche Stimme singen. Reuss macht jedoch aus seinen Interpretationen nicht nur ein chorisches, sondern auch ein künstlerisches Ereignis. Man höre, wie einfühlsam er die ganz unterschiedlichen Farbwelten der einzelnen Sammlungen auseinanderhält: Die Sept Chansons von 1936 bezaubern mit ihrer Leichtigkeit; in Par une nuit nouvelle etwa gefallen die federnden Rhythmen, die anspringende, aber keinesfalls aufdringliche Behandlung d er Konsonanten, nicht zuletzt die Grazie, mit der die Soprane ihre gewundenen Linien ausformen. In diesem Zyklus wechseln die Farben und Lichtverhältnisse oft so schnell, daß die Informationsdichte eines gut zehn Mal so langen Werkes aufscheint - doch unaufgeregt und elegant.
Auch in den weitaus tiefgründigeren Meditationen der Kantate Figure humaine begeistert die Diskretion und anrührende Zärtlichkeit, mit der dies alles kunstvoll einfach dahingesungen wird. Und wie die fantastischen Soprane am Schluß von Le role des femmes eine magisch leuchtende Spitze und damit ein immaterielles Sinnbild für den weiblichen „Reiz der Schwäche" hinzaubern, stellt ein veritables stimmliches Kabinettsstück dar. Poulencs schlafwandlerischem Balancieren zwischen chansonhafter Leichtigkeit, kompositorischem Anspruch und geschmackvoller Popularität wird hier perfekt entsprochen. Wer einen geradezu überwältigenden Eindruck davon bekommen will, zu welchem Geistreichtum die Chormusik des 20. Jahrhunderts möglich war, sollte diese Platte intensiv auf sich wirken lassen."

Michael B. Weiß 17.06.2005
klassik-heute.com